BEWERTEN
 

X Marks The Pedwalk

»Meshwork«

[Zoth Ommog / Semaphore / VÖ: 01.01.1996 ]

Text: Autor unbekannt

Vielleicht ist es ein Zeichen meines zunehmenden Alters und damit einhergehender Intoleranz und abnehmender Offenheit gegenüber sogenannten 'Neuerungen' im Musiksektor, doch ich liege wohl nicht falsch in der Annahme, daß sich mit mir zusammen so manch ein ehemaliger X MARKS THE PEDWALK-Fan noch sehnsüchtig der guten alten Zeiten von 'Abbatoir' oder 'Danger' erinnert. Auch mir ist natürlich klar (denn so senil bin ich dann doch noch nicht), daß alles, auch und gerade Musik, einem ständigen Wandlungsprozeß unterworfen ist und man schwerlich erwarten kann, daß eine Band 1996 noch haargenauso klingt wie anno '89. Wenn jedoch eine Band, deren Name einmal für treibende Beats, harte Vocals und dennoch melodiöse Strukturen stand, mehr und mehr in Richtung seichter Pop- und Techno-Strukturen abdriftet, sei die Frage erlaubt, ob es sich dabei tatsächlich um eine Weiterentwicklung im positiven Sinne handelt oder nicht doch Ausdruck eines graduellen Verfalls ist, der beileibe nicht nur im hier vorliegenden Fall zu beobachten ist, sondern inzwischen der gesamten Elektro-Szene inhärent zu sein scheint.

Wenn Sevren Ni-Arb, Kopf hinter X MARKS THE PEDWALK, der Szene und der Musik mittlerweile überdrüssig ist und seine Kompositionen mit der Kommerzialität liebäugeln, so ist das vollkommen legitim; aber warum das Ganze dann noch unter einem Namen, der doch etwas gänzlich anderes symbolisierte, warum nicht ein neues Projekt ins Leben rufen und das Kapitel X MARKS THE PEWALK schließen und in Frieden ruhen lassen?



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