BEWERTEN
 

YOKO ONO / IMA

»Rising«

[Capitol / EMI / VÖ: 30.05.1996 ]

Text: Autor unbekannt

YOKO hat als bildende Künstlerin, Musikerin und vor allem als Performerin viele heutige Künstler mit Sicherheit stärker beeinflußt als im allgemeinen angenommen wird. Aber das hat sie ganz bestimmt nicht Veröffentlichungen wie dieser hier zu verdanken. Um es direkt vorneweg zu sagen: 'Rising' ist einfallslos, effekthascherisch, peinlich bemüht und naiv - kurzum grauenhaft. Ich habe selten ein so charakterloses Album gehört. Egal ob für ein Theaterstück komponiert oder nicht, für sich stehend ist 'Rising' mehr als überflüssig. Die aufdringliche Anbiederung an gängige Trends, der verzweifelte Versuch, zeitgemäß zu klingen, verleiht dem Ganzen eine beinahe tragische Note: 'Warzone' hätte wahrscheinlich immerhin das Kaliber eines Mideighties EXPLOITED-Songs, wäre es nicht sogar dafür noch zu aufgesetzt, 'New York Woman' könnte ein wirklich hübscher Scherbelgitarrenpopsong sein, würde YOKO nicht auf Teufel komm raus versuchen, gesangliches Unvermögen durch Pathos auszugleichen, einzig allein 'I'm Dying' erinnert an den durchgeknallten Störenfried aus PLASTIC ONO BAND-Zeiten, der John jeden Song kaputtgemacht hat und dem Meilensteine wie 'Fly' maßgeblich mitzuverdanken sind.

Alles andere ist purer Müll. Man darf allerdings gespannt sein, was TRICKY, THURSTON MOORE, die BEASTY BOYS und WEEN, die mit Remixen des Materials beauftragt wurden, aus dem Müll machen.



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