Dangerous Minds - Wilde Gedanken
»USA 1995«
[R: John N. Smith; D: Michelle Pfeiffer, George Dzundza]
Text: Autor unbekannt
Nachdem COOLIO seine Ode an das Gangster-Paradies auch hierzulande an die Spitze der Charts bugsieren konnte, spult sich jetzt endlich der Film zum Lied durch Deutschlands Filmprojektoren.
'Dangerous Minds' erzählt die Geschichte der Lehrerin Lou Ann Johnson (Michelle Pfeiffer). Noch ziemlich grün hinter den Ohren, muß sie feststellen, daß ihre Schüler andere Probleme haben, als die Bedeutung von Gedichten zu entschlüsseln.
Sie leben im Ghetto der Großstadt. Drogen, Schießereien und Geldmangel sind die Dinge, die ihnen Kopfzerbrechen bereiten. Am liebsten will Lou Ann auf dem Absatz wieder kehrtmachen, doch ihr Freund und Kollege Hal Griffith (George Dzundza) überredet sie, der Horde von Rowdies eine Chance zu geben.
Zugegeben, die Idee, daß eine junge, idealistische Lehrerin sich eine Lederjacke anzieht und eine Gruppe desillusionierter Ghetto-Kids dazu bringt, Gedichte von Dylan Thomas zu lesen, klingt wie ein Projekt, das zum Scheitern verdammt ist. Dank einer absolut überzeugenden Michelle Pfeiffer und dem Regisseur John N. Smith ist 'Dangerous Minds' aber weder zu einem unglaubwürdigen Nervtöter noch zu einem sozial-realistischen Problemfilm geworden. Statt dessen zeigt er auf mitreißende und ehrliche Art und Weise, wie ein Mensch tatsächlich etwas bewirken kann. Er verschweigt aber auch nicht, daß nicht jeder Handlungsfaden des Lebens mit einem Happy-Ending abschließt.
Wenn Filme unbedingt eine Botschaft vermitteln wollen, dann sollten sie das tun wie 'Dangerous Minds' - unterhaltsam, einfühlsam und ohne erhobenen Zeigefinger.
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