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»The Chicago Allstars Compilation«

[Radikal Fear / Pias]

Text: Autor unbekannt

Zu FELIX DA HOUSECAT kann man ja stehen, wie man will, daß seine Labels 'Radikal Fear' und 'Thee Blak Label' mittlerweile zu einer Art Innovationspool in Sachen (Chicago-)House avanciert sind, dürfte sich vor allem angesichts dieser Zusammenstellung kaum noch ignorieren lassen. Bereits der erste Track, übrigens die erste 'Radikal Fear'-Veröffentlichung überhaupt, 'Reach Out' von den YESTERDAY DREAMERS (hinter denen natürlich niemand anders als der Chef, Mr. Felix Stallings Jr. himself, steckt), läßt die Bandbreite der Compilation erahnen: Deep-House inspirierte Live-Vocals über hypnotischen Tribalbeats treffen auf eine verzerrte Gitarre, was vor allem gegen Ende des Tracks, wenn sich ein fieses Schweinemetal-Gitarrensolo langsam in einem Pianoloop verheddert, bestechend ulkig klingt.

'Welcome To The Storm' (Co-Autor und Produzent: Felix), Track Nr. 2, arbeitet mit original frühachtziger High-Energy-Sound, einer fiesen halboffenen Hi-Hat und ist sangestechnisch fast durchgehend mit New-Wave-inspiriertem Düster-Gejammer verkleistert. Klingt ziemlich ekelhaft, grenzt meiner bescheidenen Meinung nach allerdings schon fast an Genialität (mag ja sein, daß ich krank bin, aber sollte dem tatsächlich so sein, hoffe ich, es ist ansteckend). So geht es jedenfalls quer durch das Album, von einer original DONNA SUMMER-Bassline auf DJ SNEAKs 'Operation Sneak' über reinrassigen Old-School-Acid der ehemaligen PHUTURE-Macher Roy Davis Jr. & Sparky, 'The Move Traxx' von PROFESSOR TRAXX (ebenfalls Mitglied bei PHUTURE), FELIX DA HOUSECATs vieldiskutierte Tracks 'Submarine' und 'Metropolis' bis zu JOHNNY FIASCOs einerseits recht jazzig swingendem (synkopierte Snare, Fingersnaps), andererseits stark Garage-inpirierten 'Trickster'. Insgesamt 13 Tracks, allesamt in exklusiven Mixen, davon drei Stücke von APHROHEAD, ARMANDO und dem 'Warehouse'-Veteranen KAAY ALEXI überhaupt erst für diese Compilation aufgenommen. Als Bonus hat 'Radikal Fear'-Star ARMANDO noch mal seine sechs Lieblingstracks in einen 25 Minuten Mix auf eine Extra-CD gepackt. Kann man da noch nein sagen?



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aus Intro #31 (Februar 1996)
 
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