BEWERTEN
 

THE WALKABOUTS

»Devil's Road«

[Virgin]

Text: Autor unbekannt

Chris und Carla, die beiden unverdrossenen Verfechter hippiesker Kirchentagsklischees, scharten auch im vergangenen Jahr wieder ihre Freunde aus dem Bundesstaat Washington zwecks Ausarbeitung kompositorischen Outputs um sich. Diesmal nicht im Auftrag der Beverunger Glitterhäuser, sondern für Medienmonster 'Virgin', und unter Zuhilfenahme des Warschauer Philharmonieorchester entstand das x-te Album der WALKABOUTS. Optisch wie gehabt - Carla mit Sally Fieldschem Heulsusengesicht, Chris als aristokratische Christusreinkarnation - degenerieren die orchestralen Ergüsse auf 'Devil's Road' die ehemals intime Folkloreatmosphäre der Songs in pompöse Monumentalarien.

Wohl zuviel TINDERSTICKS gehört, ihr beiden?! Doch was bei denen stets Masche und Stilprinzip gleichermaßen war, nimmt den WALKABOUTS ihre Authentizität. Ein Manko, das beim mittelmäßigen Songwriting - eine Folge des enormen Veröffentlichungsaufkommens der Band - 'Devil's Road' zum Langweiler verkümmern läßt. Nach Klassikern wie 'Scavenger' und 'New West Motel' sind die endlosen Moll-Arien in klassischer Instrumentierung nur noch wässeriger Selbstzweck denn tiefe Emotion. Der kreative Akku scheint erschöpft.



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