BEWERTEN
 

Power Of Expression

»X-Territorial«

[Century Media / SPV]

Text: Autor unbekannt

Nachdem P.O.E. als Coverband starteten, um das gleichnamige B’LAST-Album neu einzuspielen, hat sich inzwischen ein festes Line-up herauskristallisiert, das in dieser Besetzung schon zwei Touren hinter sich hat - die ehemaligen URGE mit Marc Grewe (MORGOTH) als Sänger. Der hat Gesangsunterricht genommen und führt hier das fort, was sich auf der letzten MORGOTH („Odium') andeutete. Er verbindet alte Härte mit neuer Melodik und mutiert dabei vom einfachen Death Metal-Shouter zum ernstzunehmenden Konkurrenten für Leute wie Burton C. Bell (FEAR FACTORY). Auch musikalisch liegen P.O.E. auf ihrem Quasi-Debüt eher im Metalbereich, haben sich von den Hardcore-Wurzeln der Instrumentalisten ziemlich weit entfernt.

Äußerst gefällig dröhnt der Sound der zehn Eigenkompositionen aus den Boxen, Stakkatoattacken, wie sie ja sehr angesagt sind, werden zum Beispiel auf „Where Is Justice' und „Recess' durch viele kleine Taktspielereien erträglich und kommen angenehm unsimpel daher. Besonders komplexe Arrangements sind zwar trotzdem nicht dabei herausgekommen, aber insgesamt ragt die Platte schon ziemlich aus dem Veröffentlichungswust heraus. Die große Kompatibilität der Band (Touren mit VOIVOD und BOLT THROWER) kann nur vorteilhaft sein, so daß wir es hier wohl mit den nächsten deutschen Superhelden in Sachen HC-Metal zu tun haben.



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