BEWERTEN
 

LAURENT GARNIER

»Club Traxx EP«

[F-Communication]

Text: Autor unbekannt

Diese kürzlich erschienene Double-12' wird zwar aufgrund ihrer Länge als Nachfolgewerk seiner 'Shot In The Dark' gehandelt, aber genau gesehen ist es musikalisch GARNIERs ALASKA-Projekt, was sich hier sanft wie ein liebliches Parfum durchschlängelt. Sanft und einfühlsam drängen sich die fünf Tracks ins Unterbewußtsein und finden in ihrer Verspieltheit nicht mehr den Weg in die Freiheit. L. GARNIER hat den Duft der Welt tief eingesogen und atmet ihn nun je nach Belieben impulsiv und heftig aus, wie in 'Pigalle', oder es vergehen Stunden, wie in 'Aquarius', bis die verarbeitete Geschichte in langen Melodiebögen aus seinem Körper strömt. Immer wieder setzt der Beat aus, um die Zeit für ein aufarbeitendes Brainstorming zu lassen, bevor er subtil und hintenrum aus dem Nichts auftaucht, den Groove gewährt, aber niemals zum Protagonisten der Stücke wird.

Die dominierende und auch eindrucksvollste Rolle hat GARNIER wieder jener Maschine zugeteilt, die sich anhört wie eine gesampelte gezupfte E-Gitarre ohne Strom. Es ist enorm, welche gigantische Wirkung dieses Quietschen in den hintersten Gehirnwindungen hinterläßt. Eins ist sicher, er hat viel Spaß dabei gehabt, der Knöpfchendreher.



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