Copykill
»USA 1995«
[R: John Amiel; D: Sigourney Weaver, Holly Hunter, Harry Connick, Jr.]
Text: Autor unbekannt
Alt- und Neu-Hippies feiern gemeinsam das Jubiläum des „summer of love“, und es könnte keinen besseren Ort dafür geben als San Francisco: Hier scheint fast immer die Sonne, die Menschen sind glücklich, die Welt ist schön ... Alles Lüge. Seit seiner Kult-TV-Serie „The Singing Detective“ zeigt uns der britische Regisseur Jon Amiel, daß in dieser Welt nichts so ist, wie es scheint. Seine Filme gleichen Suchbildern, in denen sich der Zuschauer verlieren kann, sie erzählen Geschichten aus einer merkwürdig verschwommenen und immer gefährlicher werdenden Realität, in der es kaum noch Halt gibt.
Helen Hudson (Sigourney Weaver) hat den Halt schon lange verloren.
Der Plot erscheint vertraut, die Handlung vorhersehbar, doch Jon Amiel hat uns wieder mal reingelegt. Er zieht seinen Charakteren und genauso den Zuschauern den Boden unter den Füßen weg und nimmt jede Sicherheit. Wie Helen verlieren wir den Halt und fallen in eine alptraumhafte Welt, die wie die Hölle auf Erden wirkt, aber vielleicht nur ein Abbild unserer Alltagsrealität darstellt. Keine Frage: auf seine eigene, heimtückisch-perfide Weise kann „Copykill“ neben David Finchers Meisterwerk „Seven“ durchaus bestehen und ist für Fans dieses Films ein absolutes Muß.
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