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Die Strafe

»Strafe Muß Sein«

[Beri Beri Records, Marschnerstr. 32, 22081 Hamburg / VÖ: 11.04.2008 ]

Text: Autor unbekannt

Es ist Sonntagmorgen, und die heutige Frühstücksplatte beschenkt mich mit zwei vorteilhaften Tatsachen. Zum einen gibt's den Tonträger hier nur auf Vinyl im Direktvertrieb, nette Geste das, zum anderen brauche ich mir jetzt doch keine EA 80-Platte mehr zu kaufen. Das Trio aus Mönchengladbach beackert in ganzen 16 Stücken eben jenes Terrain, auf dem vielleicht auch noch CAREFREE und FLIEHENDE STÜRME drauflospflügen und mit bratzender Melancholie herumspritzen. Es ist wirklich nur ein schmaler Grat, der diese Platte von der Deutschpunk-Gulaschkanone abhebt und letztendlich auch den Reiz dieser Produktion ausmacht. Wo andere mit sterilem Sound oder Karnevalsrock aufwarten, scheppert und rotzt sich DIE STRAFE durch sämtliche klassischen Werte der Frühachtziger.

Punk as fuck mit Charme, Melone und gesundem Menschenverstand. Steht da jetzt wirklich '1995' drauf? Ist da echt kein Metal drin? Wo ist der langhaarige Gitarrist? Nein, Leute, es geht wieder aufwärts! Für 20 Mark inklusive Porto und schnuckeligem Klappcover bei o. g. Adresse sollte man sich die LP schnellstens ins Haus ordern, denn aussterbende Arten gehören gefleddert!



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aus Intro #31 (Februar 1996)
 
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