BEWERTEN
 

Dave Angel

»Tales Of The Unexpected«

[Blunted Vinyl / VÖ: 09.01.1996 ]

Text: Autor unbekannt

Einst war dort irgendwo in Chelsea ein Jazzmusiker, der versuchte, seinen Kindern etwas beizubringen. Die Tochter hielt da nicht so viel von, nannte sich Monie Love und machte HipHop. Der Sohn, von dem hier die Rede sein soll, zählte sich auch erst zur desillusionierten Vorstadtjugend, bevor er sich 1988 schließlich aus dem Sumpf in die Techno-Kultur zog. Anno 1995 hat sich DAVE ANGEL verstärkt wieder zu seinen eigentlichen Roots hingezogen gefühlt, Family-Life und Jazzmusik beeinflussen zunehmend seine kreativen Fähigkeiten und lassen 'Tales Of The Unexpected' entstehen. Im Innencover steht eine große Gruppe von lächelnden Menschen: Freunde, Bekannte und Verwandte, looks like Crooklyn, und wer MILES DAVIES als seinen Lieblingsmusiker bezeichnet, der sollte schon den Soundtrack zu Spike Lees nächstem Film machen.

Jazz, Jazz, Jazz; eine Musik, die ihm vertraut ist, die er mag und die auf dieser Platte symbiotisch mit Funk, House und Techno kombiniert wird. Gerade jedoch bei den ersten beiden Stücken dominiert noch sehr stark der Boden, in den sich DAVE ANGELs Wurzeln im Laufe der Jahre so stark eingegraben haben. Ausgefeilte Drumpatterns und das allmighty Tasteninstrument prägen sich tief ein und versprühen diesen Hauch von Glück und Sympathie, wie ihn zuletzt vor vielen Jahren der britische Acid-Jazz ins Land brachte. Irgendwann in diesem großen Fluß setzt sich noch eine 4/4-Bassdrum darunter, was aber nichts macht, denn merke: immer alles ruhig und smooth.



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