BEWERTEN
 

The 3rd And The Mortal

»Painting On Glass«

[Voices Of Wonder / Indigo]

Text: Autor unbekannt

Die Gruft öffnet sich, und herausspringt der Tod. Huah, was für eine Szene - schnell weiter zum zweiten Lied. Anfangs dachte ich noch, ich ertrage dieses Album nicht. Fünf Songs aber sind auf 'Painting On Glass' enthalten, die einem Freude bereiten. 'White Waters' glänzt mit atmosphärischen Flächen und einer schönen Gitarre - ein Instrumentalsong voller Harmonie und angehauchter Finsternis. 'Azure' erinnert an alte Gemäuer und die Mannen um Robin Hood, die bei Vollmond einen Angriff planen. Vergleiche zu 'Within The Realm ...' von DEAD CAN DANCE bieten sich an, denen 'Azure' gerecht wird. Bilder ziehen vorbei, die Phantasie wird angeregt - eine wunderbar bedrohliche Angelegenheit.

'Veiled Exposure' klingt wie das Eintauchen in die Tiefe. Die Stimme von Ann-Mari Edvardsen begleitet den Hörer in ein Meer melancholischer Sehnsüchte. Wer auf schwarzgekleidete Elfen steht, für den gibt es kein Entrinnen. 'Eat The Distance' ist düster und derart gestaltet, daß die Angst vorm eigenen Spiegelbild mit jeder Sekunde wächst. Abschließender Höhepunkt der Reise ist 'Horizons'. Erneut bewerben sich Anlehnungen an DCD um einen Platz in dieser Kritik ... Zugegeben, die genannten Songs geben nur einen Teil der Klangvielfalt von THE 3RD AND THE MORTAL wieder, ich denke jedoch, daß ich die in ihrer Gefühlswelt intensivsten Stücke herausgegriffen habe.



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