BEWERTEN
 

Michael Hall

»Day«

[Moll / EFA / VÖ: 15.11.1991 ]

Text: Autor unbekannt

HALL gehört zu der etwas kopflastigen Intellektuellen-Szene texanischer Countryrocker, die hierzulande durch Bands wie die SETTERS oder SILOS einen eigenen Platz in den unübersichtlichen, traditionell orientierten Strömungen gefunden hat. Eine Kategorie, die konservativ-stille Folküberlegungen behutsam mit neuen Ansätze mischt und ureigene Stimmungen entstehen läßt. Sein zweites Solo-Album ist ein Spiel mit musikalischen Extremen zwischen minimalistisch instrumentierten Folk-Oden und aufpeitschenden Up-lifting-Rocknummern. MICHAEL HALL ist das Exil-Chicagoer Pendant zu Arizonas HOWE GELB. Ein Tüftler, der Atmosphären mit klassischem Instrumentarium und reduzierter Technologie hervorbringt.

Nicht ganz so tiefgehend vielleicht, dafür in seiner Art vielfältiger. Der Einfluß des neuen Undergrounds am Michigan, die Posse rund um das Studio von John McEntire, hat ebenfalls seine Spuren hinterlassen. Ein Denker, zuweilen ein bißchen seelenlos. Die ersten 500 Einheiten werden als Doppel-CD mit HALLs Debüt 'Frank Slade's 29th Dream' verkauft.



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