Bret Easton Ellis
»Die Informanten«
[Kiepenheuer & Witsch, ISBN 3-462-02453-1, 257 S., DM 39,80]
Text: Autor unbekannt
Im Amerika der 80er läßt Bret Easton Ellis in dreizehn Geschichten seine Informanten Bruce oder Graham oder Anne oder Roger durch eine Wirklichkeit gehen, die aus den Tiefen der Dekadenz heraus den einzelnen frißt und den Rest in die Gosse speit. Mörderische Momente, gelangweiltes Slackern in L.A., blutige Eskapaden in Tokio sorgen dafür, daß die locker miteinander verbundenen Stories eine geheimnisvolle Sprache entwickeln, die der Autor des umstrittenen Bestsellers \"American Psycho\" (1991) lapidar auf die Seiten bringt. Das vergangene Jahrzehnt aus Selbstverliebtheit, posthumer Postmoderne und - aus den USA importierten - \"Reaganomics\" stellte viele Orientierungslose vor große Prüfungen.
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