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Dj Food

»Freedom 12'«

[Ninja Tunes / Import]

Text: Autor unbekannt

Eine gewaltige Brise Innovatives ereilt uns schon seit geraumer Zeit von der Insel. Da hilft es wenig, mit dem Begriff TripHop zu umschiffen, was offensichtlich ist: Die Wurzeln, beats and breaks, sind HipHop, nur eben sehr eigen. Futter für Scheibenpreller, Grundsatz bei 'Ninja Tunes', dem (sagen wir mal) Untergrund-Label von COLDCUT. Legendäre und zentrale Figuren: die Gruppierung Namens DJ FOOD, deren ebenso legendäre Breakbeat-Reihe DJ TOOLZ von amerikanischen Gruppen wie DAS EFX oder BIGGIE SMALLS Verwendung gefunden hat. 'Ninja Tunes' konzentrieren sich ausschließlich auf instrumentelle, musikalische Belange und gelangen so stets zu neuen Ufern.

Jede Veröffentlichung ist ein experimentelles Kleinod, niemals kannst Du sicher sein, was Dich erwartet. DJ FOODs 'Freedom' klingt wie Ambient-HipHop. Die Beats des Titelstückes federn gemächlich dahin, werden beizeiten von einem tiefen Basslauf angetrieben, von ambienten Keyboardsounds begleitet, dann wieder von einer kurz angeschlagenen Snare gebremst, einer Woge gleich, die entsteht und vergeht. Eine kurze Pause, fernöstliche idiophone Rhythmen, tribale Elemente, die immer wieder aufauchen. So auch die B-Seite mit dem bezeichnenden Titel 'Cosmic Conscious', dessen Grundlage ein Jungle-verwandter Beat ist, und dem dritten Stück 'Unconscious Dub', das, wie der Titel schon andeutet, den hiphop-jazz-vibe dubbt, sprich, die Töne verlängert. Die LONDON FUNK ALL STARS gehen deutlich härter mit voluminösen Bässen und Beats zu Werke. Zügellos greifen sie in die Samplekiste, bereiten all das neu, was HipHoppern mit der Zeit ans Herz gewachsen ist: 70er Jahre Sounds, von Jungle-Jazz bis zu Blaxpolitan Soundtracks, Kung Fu-Images bis zum puren Funk à la JAMES BROWN und selbst vor House-Elementen machen sie nicht halt. 16 Stücke pure beats and breaks, Londoner Sound, rauh, wild, selten gemächlich, höchstspannend und, wie schon gesagt, in erster Linie instrumental. Anspieltips: die oberfetten 'Represent', 'Booyaka' und 'Sure Shot', das ultrafunkyge 'Funky Sweater' sowie die abgedrehten 'So Good' und 'Chun Li Vs. Wah Wah Man'.



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