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Bootsy Collins & Bootsy's New Rubber Band

»Keepin' Dah Funk Alive 4-1994«

[Rykodisk / RTD]

Text: Autor unbekannt

P-Funk hat als Partymusik für Jura- und BWL-Studenten mittlerweile den beliebten Deutschen Schlager (in der albern, ignoranten Bad Taste'schen Auffassung natürlich) so gut wie abgelöst. Das sind natürlich alles Menschen, die außer ihrer einen GUILDO HORN-CD, die sie auf jede Party mitschleppen, nur noch Singles aus ihrer Klassenfeten-Zeit besitzen und sich wohl auch nie mehr eine Platte kaufen werden. Selbst schuld, denn BOOTSYs auf der letzten Japan-Tournee aufgenommene Live-Doppel-CD macht aus jedem Partykeller P-Funk-Mothership. Im Gegensatz zur letzten Studioveröffentlichung entpuppt sich BOOZILLA live immer noch als The Bassmonster From Planet Love.

Mag es an den Japanern liegen, die COLLINS zu verehren scheinen wie sonst nur MICHAEL SCHENKER, daß die Platte klingt, als hätte man sie zu den Hochzeiten von PARLIAMENT mitgeschnitten, oder wäre BOOTSY Baby tatsächlich noch in der Lage, großartige Platten auch im Studio aufzunehmen ..., möglicherweise wenn ihn einer seiner alten Weggefährten beim Songwriting unterstützen würde. Was das Songwriting angeht, hat George Clinton immer noch keine Probleme, auch wenn auf 'Dope Dogs' nicht jeder Track den Arsch auf die Tanzläche schleift, gibt es kaum Totalausfälle ..., allerdings auch keine Highlights vom Kaliber eines 'Atomic Dog' oder des von BOOTSY auf 'Keepin' Da Funk Alive ...' recht fett, allerdings etwas karnevalistisch interpretierten 'Cosmic Slop'. In 'Follow The Leader' versucht sich der Meister als Rapper an einem fast lupenreinen HipHop-Track, was, zumindest was seinen Part an der Sache betrifft, wohl als in die Hose gegangen bezeichnet werden darf. 'Help Scottie Help' klingt, als versuche der Mann, der dem G-Funk die Wurzeln gegeben hat, SNOOP oder WARREN G zu kopieren. Einziges Highlight: 'Lost Dog'. Die Liste der beteiligten Musiker liest sich allerdings wieder mal wie ein Who's Who: von bis Eddie Haziel, Bootsy, Frankie Waddy, Bernie Worrell, Fred Wesley, Maceo Parker über Daddy Freddy bis, haltet Euch fest, PRIMAL SCREAMs Bobby Gillespie.



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aus Intro #27 (September 1995)
 
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