BEWERTEN
 

Lordz Of Brooklyn

»All In The Family«

[American Rec. / BMG / VÖ: 11.07.1995 ]

Text: Autor unbekannt

Die Sonne geht in New York über Brooklyn auf. Es läßt sich auch nicht bestreiten, daß zahlreichen Rappern aus diesem Stadtteil ihre stärkende und heilende Wirkung zuteil geworden ist. Anderen aber hat sie doch wohl eher geschadet (ob durch ungefilterte UV-Strahlung oder bodennahes Ozon ist dabei ziemlich egal). Genau so einen Fall haben wir hier. Wahrscheinlich wollten diese adeligen Herren ihr ganz eigenes Ding machen und ihrer Musik einen ganz unverwechselbaren Charakter verpassen. Dabei ist hoolhaftes-prolomäßiges Rapping doch wahrlich nichts Neues mehr. Vielleicht fiel es ihnen aber auch nur schwer, sich zwischen einem Dasein als Hool oder Prolo zu entscheiden, und so entstand dann wohl dieser unsägliche Bastard.

Meistens klingen sie so, als hätten sie ihre Hilfsmittel zur analen Befriedigung in der Öffnung zwischen ihren Hinterbacken vergessen. Auch die Songstrukturen zeichnen sich vor allem dadurch aus, daß sie fast immer völlig überladen sind. Allerdings: Wenn sie dann endlich mal eine Hookline finden, werden auch die Songs besser, wie bei 'Saturday Nite Fever' (oder ist es die unterschwellige Romantik dieses Titels?). Ich verordne einen Sonnenhut mit extra breiter Krempe oder keine übermäßige körperliche Anstrengung tagsüber.



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