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Sixteen De Luxe

»Backfeed Magnetbabe«

[Trance Syndicate / EFA]

Text: Autor unbekannt

Früher gab's bei meinem Zahnarzt zur Belohnung für's tapfere Mundaufsperren immer so kleine Abziehbildchen mit Tiermotiven drauf. Jetzt begegnen mir diese kleinen Racker (Esel, Waschbären, Schafe etc.) auf dem Cover einer Band aus Austin (Texas) wieder, die wegen ihres lärmigen Sounds bei Live-Auftritten sicherlich auch hohes Zahnschmerz-Potential erreichen. Man rühmt sich, die 'lauteste Band' im Orte zu sein, und das kann auch gut zutreffen: satt verzerrt Bässe, Fuzz und Feedback bei den Gitarren voll im Einsatz und die Amps bis zur Übersteuerung aufgedreht. Trotzdem sind SIXTEEN DE LUXE nicht das, was ich mir unter einer klassischen Noise-Band vorstelle, dazu sind die Harmonien und Melodien streckenweise viel zu süß und niedlich. Ohne ein Bild der Band vor Augen zu haben, kann ich mir gut eine Horde lärmender Kinder vorstellen, die auf viel zu lauten rosafarbigen Gitarren spielen und dazu ihre Abzählverse durchs Megaphon brüllen.

Sängerin Carrie Clark säuselt etwa bei 'Babyheadrush' eine Ohrwurmmelodie vor tonnenschwerem Wall-Of-Sound, bei 'Fetus' soll sich hinter dem Krachgewitter sogar noch eine Violine verstecken ... Jetzt sag ich einfach noch, daß ED TRANC SYNDICATE vertreten sind, und man kann sich denken, woher die Vier ihre gedankliche Kleinkind-Position beziehen. Massiver Krach aus dem Kuscheltier-Universum - definitiv großartig.



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aus Intro #27 (September 1995)
 
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