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»A Whimp / 89.9 Megamix«
[12' Mo'Wax / Import]
Text: Autor unbekannt
Zweites Label der Stunde, 'Mo'Wax', ebenfalls aus London und eng mit 'Ninja Tunes' befreundet. Schwerpunkt: die experimentelle Fusion von Jazz und HipHop. Unter Vertrag: Soundtüftler aus Japan, Frankreich, England bis in die USA. Filigrane Techniker und wohl reichlich bekannt: DJ KRUSH aus Japan und DJ SHADOW, deren gemeinsame 12' genau wie die folgenden Platten ziemlich mellow und entspannt ist. DJ KRUSHs 'A Whimp' ist für ihn ungewohnt leicht und fließend, einzig eine schräge Mundharmonika verwundert bisweilen; ansonsten lockt und flockt es an allen Ecken und Kanten, wohlig leicht und kuschelweich. Mr. SHADOW läßt da schon eher das Becken ordentlich rauschen, befriedet das Gehör schon bald mit dem passenden Basslauf.
In den sich bietenden Räumen dominiert das Instrument Plattenspieler, genaugenommen KRUSHs turntabels. Eigentümlich daran ist, daß alles für sich eine ganz eigene Harmonie ergibt, halt SHADOW-mäßig.
'The Plot' von den PRUNES ist der ultimative Chill-out, bildlich gesprochen wie ein Abend am Meer, die leichten Wogen der See, Geräusche von Möven; minimaler Beat, sanfter Ambient Wall, KLavierakkord, definitiv chilling. Nicht ganz so überzeugend die restlichen Stücke mit deutlicher 'Mo'Wax'-Referenz.
Wahrlich abgedreht und experimentell - IO, deren Untertitel, 'Excursion Into Techno', die Richtung weist. Insbesondere der PARKER-Remix von 'Libre' liefert bedrohliche Soundwälle und zischelnde Riddims, die durch den beständig versetzten Beat gebremst werden. Bei 'Claire' hingegen schimmern deutlich die Acid-Jazz-Wurzeln durch, seltsames Dancefloor-Futter.
Alle besprochenen Titel wirken auf ihre Weise geradezu meditativ, beizeiten nahezu eintönig, doch in dem Moment, wenn eine Gewöhnung, Freundschaft einsetzt, bemerkt mensch die kleinen Nuancen, Verschiebungen und Änderungen, daß die Linie eben nicht gerade ist. - Klangbewegungen der subtilen Art.
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