BEWERTEN
 

Art By Machinery

»Deus Ex Machina«

[Progress / Indigo]

Text: Autor unbekannt

Endlich ist es da: das erste Ethno-Industrial-Gransch-Album der Welt. Es kommt, wie könnte es anders sein, aus Norwegen, diesem tropischen Land zwischen Tiber und Po. Die Temperaturen dort scheinen den Musikern tatsächlich zu Kopf gestiegen zu sein, denn keine Band konnte sich bis jetzt erlauben, so schamlos westliche Pop-Attitüden und Rockismen mit mittelöstlichen Melodien zu kreuzen. Das Pathos des Sängers möchte gleichsam in einen hineinkriechen, die Musik verhält sich andauernd wie ein Kontrapunkt zur sich erhebenden türkisch-arabischen Atmosphäre. Doch das Unternehmen gewinnt an Gestalt, je länger man sich dieses exzellent produzierte Machwerk zu Gemüte führt.

Schon vor einem Jahr, als ich den 'Party Terror'-Sampler in die Finger bekam, war ich von 'Strange' merkwürdig berührt. Irgendwann hatte ich mich sogar dran gewöhnt, nun bekomme ich den 'Middle-Eastern-Norwegian-Overkill' in Album-Länge vorgesetzt und muß mich durch ein Sample-Sammelsurium und krachige Gitarren, von Lars Lien in Szene gesetzt, hindurchwühlen, um dann zu dem Schluß zu kommen: Diese Musik ist retrospektiv-psychedelisch-modern-gewagt-erstnervigdannklasse.



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