BEWERTEN
 

Catherine Wheel

»Happy Days«

[Fontana / Mercury / VÖ: 03.09.2002 ]

Text: Autor unbekannt

'A Year In The Making Of' könnte man sagen. Ein geschlagenes Jahr verbrachten die sympathischen Mannen um Sänger und Frontmann Rob Dickinson mit den Vorbereitungen und Aufnahmen ihres mittlerweile dritten Longplayers, und das Ergebnis ist schlichtweg als phänomenal zu bezeichnen! In ihrer britischen Heimat vielfach übergangen, in den Staaten gefeiert und bei uns noch weitgehend unbekannt, krönen CATHERINE WHEEL mit vorliegendem Album ihr bisheriges Schaffen und finden den optimalen Mittelweg zwischen ihrem beachtlichem Debüt 'Ferment' und dem majestätischen Nachfolger 'Chrome', der trotz einer Vielzahl exzellenter Songs zu bombastisch und überladen ausfiel.

'Happy Days' hingegen überrascht durch die fast schon paradox anmutende Fusion früher Einflüsse wie z. B. THE HOUSE OF LOVE und ihrer (deutlich hörbaren) neuerlichen Vorliebe für amerikanische Acts härteren Kalibers wie SOUNDGARDEN oder TOOL - ein Eindruck, der vor allem durch die druckvolle, intensive Gitarrenarbeit verstärkt wird. Geblieben ist ihr ausgeprägtes Gespür für unnachahmliche, unter die Haut gehende Melodien, und mit 'Heal' ist ein bandinterner Klassiker enthalten, der selbst das großartige 'Black Metallic' noch in den Schatten stellt - hundertprozentiger Anwärter auf DIE Gitarrenhymne des hoffentlich in Kürze zu erwartenden Sommers! Es ist längst an der Zeit, daß diesem ewigen Geheimtip endlich der Durchbruch auf breiter Ebene gelingt - mit 'Happy Days' haben sie die besten Voraussetzungen dafür. Anspieltips: 'Heal', 'Receive', 'Love Tips Up'. (siehe auch Artikel auf S. 22)



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