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The Visionary Garden

»The Visionary Garden«

[Hypnobeat Rec. / Indigo]

Text: Autor unbekannt

Die Seele ist ein undurchdringliches Etwas auf der Reise in die Unendlichkeit. Unendlicher Natur ist die Arbeit von Philippe Fichot. Verwirrend, nicht wahr? Nun, Monsieur Fichot macht es einem auch nicht leicht. THE VISIONARY GARDEN ist sage und schreibe das sechste Solo-Projekt des Ideengebers von DIE FORM. Wer soll da noch 'ne Übersicht behalten? Umgibt man sich bei DIE FORM vor allem mit einer mehr oder weniger nachvollziehbaren Aneinanderreihung sado-masochistischer Phantasien, so vergönnt Philippe Fichot seinen Solo-Aktivitäten eine für mich kaum mehr nachvollziehbare Atmosphäre. THE VISIONARY GARDEN weicht glücklicherweise etwas ab davon.

Insgesamt betrachtet versetzen die elektronisch hervorgerufenen Klänge den Hörer in eine mir krank erscheinende Welt. Wahnsinnige irren durch die Nacht, langsam und mit starrem Blick. Der Soundtrack für einen Psychopathen? Wer nicht aufpaßt, wird zum Opfer seiner selbst. Den Fans von DIE FORM wird so manches Stück bekannt vorkommen, Neueinsteiger seien gewarnt: Philippe Fichot versteht es hin und wieder, seiner Musik den Ausdruck eines nicht enden wollenden Selbstmordes zu verleihen. Vielleicht wird man den 'Visionary Garden' eines Tages als das Werk eines Genies bezeichnen. Sollte Philippe Fichot seiner Zeit voraus sein, und das ist er ohne Zweifel, werden wir ihn mit Sicherheit nicht mehr einholen. Anspieltip ist das Titelstück, welches aufgrund seiner sphärischen Klänge und Rhythmik am ehesten seinen Weg in die Unendlichkeit gehen wird.



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