BEWERTEN
 

Crash Worship

»Triple Mania«

[Enemy]

Text: Autor unbekannt

So, schon die fünft bis siebente Veröffentlichung von CRASH WORSHIP und von mir bislang noch nicht zur Kenntnis genommen. So wird es sicher auch Dir, verehrter Durchschnitts-INTRO-Leser, gehen. Kein Grund zur Schande, aber das muß nichtsdestotrotz aufhören. Und zwar zeitgleich mit der Veröffentlichung von 'Triple Mania', daß das klar ist. Klar, CRASH WORSHIP ist die ideale Rausschmeißerplatte für Mathematikkurstreffen, die aus ungeklärter Ursache im eigenen Wohnzimmer stattfinden. Oder wenn Oma zu Besuch kommt. Oder, oder, oder. Auf dieser Platte wird nämlich getrommelt. Nicht schön, nicht komplex, sondern eindringlich. Stundenlang. Ein moderner Ritus mit althergebrachter Trance-Wirkung, unterstrichen durch nervenzerfetzende Zerr-Gitarren, ZNS-zersetzendes Soundgehampel.

Gelegentlich brechen Stimmen durch die gewollt eintönig tapezierte wall of sound. Drummer mal drei, sechs Saiten mal zwei plus ein Duo aus lädierten Stimmbändern. Das macht ganz gut kirre. Begonnen haben die Beknallemacher angeblich auf einem sonnendurchfluteten Strand. Da turnt das Acid vermutlich besonders dolle, da werden die Tribal-Beats ja auch nur so angespült an die wackelpetrigen Synapsen. Immer noch nicht wieder klar in der Birne, schicken sich CRASH WORSHIP nun also an, jenseits der südkalifornischen Heimat bekannt zu werden. Vermutlich wird das nicht gelingen. Es reicht schließlich schon, daß die Platte gelungen ist.



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