BEWERTEN
 

Mildred Pierce

»Mildred Pierce«

[Strange Ways / Indigo / VÖ: 19.06.1995 ]

Text: Autor unbekannt

Was auf der ersten EP noch poppig und unverfänglich klang, entwickelt sich auf der vorliegenden CD schon eher zu einer musikalischen Rechtfertigung des beziehungsreichen Namens. Was hier aus Ostfriesland zu uns kommt, ist eine überraschende Ansammlung von vielen, vielen Elementen uns lieber Musik. Da gibt es Anspielungen auf alles - von Psychedelia über Noise und LowFi bis zu Pop und Rock -, was das Herz begehrt. Das macht MILDRED PIERCE abwechslungsreich und überraschend. Trotzdem hat die Band eine gewisse Eigenständigkeit, die über den bloßen Gemischtwarenladen hinausgeht. Was daran liegen mag, daß man sich schon lange kennt. Manchmal kommen sogar richtig gute Songs dabei heraus.

Produziert wurde die Scheibe von Matthias Arfmann, was dann auch die Weihe des Kultigen verleiht. Da nicht viel Musik aus Deutschland an die Öffentlichkeit dringt, die dermaßen respektlos und gleichzeitig locker klingt, gebührt MILDRED PIERCE auf jeden Fall unser aller Aufmerksamkeit. Ach ja, der Gesang ist englisch - irgendwie.



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