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Bohren Und Der Club Of Gore

»Gore Motel«

[Epistrophy / Semaphore / VÖ: 09.08.2004 ]

Text: Autor unbekannt

Eine einzige Steigerung. Was verhalten und unruhig beginnt, wächst im weiteren Verlauf stetig und unaufhaltsam. Natürlich nur in der Phantasie des Hörers, denn de facto harren einige Stücke in Unruhe, ehe es wieder über ihn hereinbricht. BOHREN UND DER CLUB OF GORE zeichnen finstere Visionen mit einem Klangbild, das vom Baß lebt, ca. eine Oktave tiefer gestimmt, verhaltener Drumeinsatz, störend-schräge Orgel, die seitlich hineinstößt in diese Atmosphäre aus Reduktion und scheinbarem Stillstand, sowie einer Gitarrenbehandlung, welche teilweise an die BLIXA Bs zu CAVEs 'Your Funeral...'-Zeiten erinnert. Das effizienteste Mittel, die so kreierte Unterwasseratmosphäre dauerhaft aufrechtzuerhalten und so gleichzeitig zu steigern, ist aber die Quasi-Auflösung des Faktors Tempus/Rhythmus.

Schmerzhaft lange erscheint die jeweilige Überbrückungszeit, die benötigt wird zum Weiterhangeln von einem zum nächsten Grundton, so daß sich die Frage nach der Zählzeit völlig erübrigt und es wirkt, als gäbe es tatsächlich überhaupt keinen Rhythmus. So kann es schon vorkommen, daß man auf dem Weg verloren geht, und das dauerhafte Sich-Ausliefern dieser Atmosphäre treibt garantiert zum - ganz normalen - Wahnsinn.



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