BEWERTEN
 

Never The Bride

»Same«

[east west / Warner]

Text: Autor unbekannt

Um ordentlichen Mainstream machen zu können, hilft etwas, was Neulinge zugegebenermaßen nicht haben können: jahrzehntelange Erfahrung nämlich. NEVER THE BRIDE haben hier also gewissermaßen ein Problem. Natürlich wissen die Mädels, wo's langgeht: Richtung Airplay und dann direkt in die Charts. Und so ist denn das Debüt-Album entsprechend aufbereitet - nach Ami-Geschmack mit Keyboards und schön abgeschliffenen Rockgitarren aufgepeppt. Alles in imaginären Anführungszeichen, digital-perfekt und absolut seelenlos. Das wäre nicht ganz so schlimm, wenn wenigstens die Songs in Ordnung gingen. Aber gerade hier hapert es: Keine ordentlichen Melodien, keine knackigen Refrains, keine griffigen Hooklines - nichts, was verhindern könnte, daß man das Zeug vergißt, noch bevor man es zu Ende gehört hat.

Dafür gibt es jede Menge beliebiger Soli und effektlose Keyboard-Füllsel. Allein der Gesang hinterläßt Spuren. Die souligen, an MELISSA ETHERIDGE erinnernden Leadvocals lassen wünschen, daß NEVER THE BRIDE mit der Zeit auch mal die Muse auf den Kopf kacken möge. So jedenfalls sind NTB - zumindest für Leute mit dem Ohr fürs Wesentliche - ziemlich ungenießbar.



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