BEWERTEN
 

Royal M Parade

»Motherland«

[Aris / BMG Ariola]

Text: Autor unbekannt

Guter Gitarrenpop muß nicht zwangsläufig einer britischen Feder entstammen, denkt sich der Journalist und bringt es zu Papier. ROYAL M PARADE legen mit ihrem zweiten Longplayer 'Motherland' ein angenehm melodisches und gefühlsbetontes Album vor, das sich deutlich vom Durchschnitt der Stilartenvermischung aus Pop, Rock und Wave abhebt. Die Gitarren stehen im Mittelpunkt des instrumentellen Teils, der Gesang ist weder aufdringlich noch unangenehm. Wer entführende und einfühlsame Musik mag, die hin und wieder auch tempobetont sein darf, wer die Fließbandarbeit mancher Musiker satt hat, wer die Fahrt im Cabrio ebenso mag wie den Spaziergang am Strand, der wird den einen oder anderen Song auf dieser CD sein eigen nennen wollen.

Besonders auffallend ist neben Eigenkompositionen wie 'No River Ends' und 'His Time' die Cover-Version des DAVID BOWIE-Stücks 'Space Oddity'. ROYAL M PARADE lehnen sich deutlich an das Original an und verzichten auf Interpretationsversuche, die leider viel zu oft als peinlich bezeichnet werden müssen. 'Motherland' ist kein geniales Album, aber ein gutes. Wer die Faxen dicke hat von Techno und dessen Ablegern, der könnte mit der Musik von ROYAL M PARADE schnell Freundschaft schließen.



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aus Intro #25 (Juni 1995)
 
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