BEWERTEN
 

Diana King

»Tougher Than Love«

[Columbia / Sony / VÖ: 09.03.1999 ]

Text: Autor unbekannt

Sollten SHABBA RANKS und CHAKA KHAN jemals eine Liaison gehabt haben, so wäre Miss KING die süße Blüte ihrer Zusammenkunft, wer weiß? Mit Papa war sie schon auf Tour als Sängerin tätig, ihren stimmlichen Grundschliff erhielt sie als Gospel-Sängerin in Kingston und selbst gibt sie ARETHA FRANKLIN und CHAKA KHAN als Vorbilder an. Für Mutter interpretiert sie 'Ain't Nobody' neu, stimmlich brillant, dem Original sehr nahe. Ihre jamaikanischen Dancehall-Wurzeln bringt sie sehr gekonnt in den seidenweichen Funk des Rhythm and Blues der 90er ein, der an sich ja schon eine Mischung aus den verschiedensten Richtungen schwarzer Musik ist, mit einer starken HipHop-Akzentuierung.

Nicht immer gereicht diese Querbeet-Taktik zur uneingeschränkten Freude. Als kleine Perlen erweisen sich eher die Stücke, in denen eine klare Linie zu erkennen ist, wie in dem HipHop/Dancehall-orientierten 'Shy Guy', der eher klassischen Soul-Ballade 'Can't Do It Without You' oder dem verführerischen Opener 'Love Me Through The Night', der auf einem wunderbar sanften Dancehall-Riddim dahinfließt. Und doch vermag Miss KING aufgrund ihrer ausdrucksstarken und variablen Stimme, einen runden und gelungenen Eindruck zu hinterlassen. Dabei gibt's nebenbei Streicheleinheiten in Hülle und Fülle.



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