BEWERTEN
 

Head On Fire

»Nostalgia«

[Sounds Of Delight / SPV]

Text: Autor unbekannt

Ohne Vorankündigung: Tod und Teufel. Ein Irrer gräbt des nachts auf dem Friedhof eine Leiche aus. Der Hörer findet sich am Synthesizer wieder und liefert eine düstere Grundlage zum Geschehen der Zeit. Es dauert ein wenig, bis ich bei HEAD ON FIRE auf erfreuliche Momente stoße. Das Einstiegsstück 'Intro' hat ja was mit seinen Grabgeräuschen. Wer einen Song allerdings 'Intro' nennt ... Nachdem das Nachfolgestück 'Nostalgia' aufgrund seines einfachen Gothic-Rock-Charakters einfach an mir vorbeisegelt, findet sich mit 'Be With You' eine Stelle zum Verweilen. Geradlinige Drums, die den Teppich für den Dark-Wave-Tanz legen, dazu zwei melodische Gitarren und eine in sich gefestigte Stimme.

Ein Song mit Indie-Hit-Potential, der bei weitem nicht so rockig ist wie andere Stücke dieser CD. Das nachfolgende 'Hangman' ist ein ebensolches. Der Song ist gut, ohne Zweifel, irgendwann und irgendwo aber ist einem so etwas schon einmal begegnet. Erst beim sechsten Titel werde ich erneut aufgerüttelt. Da ist sie wieder, diese Endlosstimmung. Man läßt sich fallen und fliegt davon. 'Fear' ist ein Song, der sich aufgrund einer Tiefe festsetzt, die den rockbetonten Songs einfach fehlt. Ein düsteres, aber rhythmisches Stück, nicht genial, aber gut. Eine ähnliche Ecke betreten HEAD ON FIRE mit 'Losing You'. Es fällt schwer, diese CD auf unbedingte Weise zu empfehlen, denn Höhen und Tiefen wechseln sich dafür zu sehr ab. Wer hineinhören kann, in diese Mischung aus Finsternis, Rock, Wave und Pop, der sollte es tun.



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