BEWERTEN
 

Bad Brains

»God Of Love«

[wea / VÖ: 05.05.1995 ]

Text: Autor unbekannt

Wo 'God Of Love' draufsteht, steht zu vermuten, daß nur Schleim, Hippiegedöns oder Schlimmeres drinsteht. Zur Entwarnung: Schlimmeres trifft in diesem Fall nicht zu. Dennoch ist die neue BAD BRAINS voll von schon zigmal gehörten Mustern: auch eine Art von Kitsch. Anyway: Die hundertfach gebrochenen Zerr-Gitarren haben eine ganze Menge für sich und gehen noch locker als Markenzeichen durch. Darunter Wummerbaß und Scheißegal-Schlagzeug. Knallt gut, kommt gut, ist gut. Darüber dann der wie gewohnt gewöhnungsbedürftige Gesang mit dem Hang zur abnormen Melodieführung. Macht krank, ist krank. Die stilistische Zweiteilung der BAD BRAINS wird auch auf 'God Of Love' nicht aufgegeben.

Wieso auch: Sind doch gerade die Reggae-Klamotten die durchgefeiertsten. Die verwundenen Klänge sind komplette Scheiße, also gut, die Songs kommen ohne erkennbare Struktur aus, fangen an und hören wieder auf, dazwischen nur ein amorphes Irgendwas. Wie es sein muß, werden auch die üblichen Reggaephrasen, -patterns und -klischees eingebaut, allerdings so, daß sie ausnahmsweise einmal nicht das unsägliche Gefühl von Sommer, Sonnenschein und guter Laune vermitteln. Qualitäten, die nicht genug gewürdigt werden können. Obendrein klingt die die zu dem Wort 'Selassie' gehörenden Laute formende Zunge an einer Stelle so, als habe sie soeben etwas unerquicklich Schweres gegessen - phantastisch. Trotzdem ein unspektakuläres Album. Doch eine gewisse, gemäßigte Arriviertheit birgt ja immerhin den Vorteil, daß große Sensationen nicht unbedingt erwartet werden. Müssen.



Artikel kommentieren
 
  • Mehr Infos

  •  
Bad Brains
Alle Artikel von Autor unbekannt
  • Diese User besitzen die Platte

  •  
 
 

Social Network Login




Logge dich schnell und einfach mit deinen Social-Network-Zugangsdaten bei uns ein.
 
 
  • Nächste Tour-Termine

  •  
 
  • WEITERE PLATTEN

  •  
 
  • ÄHNLICHE PLATTEN

  •  
 
Anzeige
 

Platten in einem Satz

Platten in einem Satz

Neu bei Intro: Plattenkritiken in SMS-Länge! Die besten "Oneliner" gibt's hier.