BEWERTEN
 

Better Than Ezra

»Deluxe«

[WEA / Warner / VÖ: 13.04.1995 ]

Text: Autor unbekannt

Eine Parallelwelt, ca. '88. R.E.M. heißen hier BETTER THAN EZRA und beschließen, Schluß zu machen mit jeglicher Weiterentwicklung. Statt dessen produziert man eine Scheibe, die niemandem aufstößt, die wirklich jeder mag, gegen die man nichts haben kann. Mit tollen Melodien, einprägsamen Grooves, knackigen Basslinien und allem, was man an R.E.M. so liebt: Sehnsuchtsvoll kickender Gesang (allerdings verständlich und weniger maniriert), klöppelnde Percussion (schön sparsam und unauffällig), federleichte Folkeinflüsse (nicht zu viel, nicht zu wenig), prägnante Refrains (die jedes Radioprogramm bereichern) usw. Prima. Prima. Prima. Leider aber gibt es keine nachweisbaren Parallelwelten, und R.E.M.

hat's nunmal schon in dieser. Warum also soll der geneigte Hörer zu BTE greifen? Na ja, weil alles so nett, sonnig und aufrichtig daherkommt. Keine spinnerten Allegorien und düsteren Klagelieder, sondern luftige Liebeserklärungen, tolle Hits und realitätsnahe Bestandsaufnahmen. Die Jungs von BTE spielen sich ihr Herzeblut von der Seele, und gut klingen tut's obendrein (trotz widriger Produktionsumstände). Außerdem: Schlechtere Vorbilder als R.E.M. gibt's allemal.



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