BEWERTEN
 

Sturmschäden

»Same«

[Autarc / eastwest]

Text: Autor unbekannt

Seltsamer Sänger ... Andere Musik ... Nicht unbedingt alltäglich. Sauerland, hm ... Was mich an den STURMSCHÄDEN überzeugt, ist ihre Autonomie und Dreistigkeit, einfach alles anders zu machen, als man es bei einer Veröffentlichung aus einem \"großen Haus\" erwartet. Keine leicht verdaulichen Kleinformate von Popstückchen, die fünf Minuten später aus meinem Kopf verschwinden, keine SELIG-Texte mit Macho-Faktor Tausend, die mich beim Hören erröten lassen (\"Mein Gott, ich spreche dieselbe Sprache, mein Gott!\"), sondern solche, deren Entschlüsselung eine gewisse wohltemperierte Intelligenz beim Hörer voraussetzt, und vor allem nimmt die Band um ihren \"näselnden\" Sänger Michael Klaucke (seines Zeichens \"Langstrumpf Rec.\"-Mastermind) keine Klischees an, welche im Zusammenhang mit Gitarren-Bands nur allzuoft auf \"Grunge\", \"Brit\" oder ähnliche Fehllabels hinauslaufen.

In der deutschen Welle sind wir alle groß geworden (\"Anfang Vom Ende\" - NENA-Cover), und wenn sich das heute wie hier zeigt, hört meine Generation das doch gerne. Frei nach Michels Motto: \"Warum sollte ich singen: 'Die Welt ist schlecht'? Doch nicht etwa, damit die anderen zu mir sagen: 'Du hast ja so recht!'\"



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aus Intro #24 (Mai 1995)
 
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