BEWERTEN
 

A Split Second

»Megabite«

[Hypnobeat / Indigo]

Text: Autor unbekannt

Musikhistorisch ist Mark Ickx eine ähnliche Gallionsfigur für die längst vom Aussterben bedrohte Spezies EBM wie Daniel B. (FRONT 242) oder Bill Leeb und Rhys Fulber (FRONTLINE ASSEMBLY). An den Mitte der Achtziger entwickelten Errungenschaften im bis dato Niemandsland zwischen Elektronik und Rock hatte Marks Band A SPLIT SECOND zwar maßgeblichen Anteil, konnte allerdings nicht viel mehr als gebührenden Achtungserfolg erringen. Der neueste Output des Belgiers setzt den über Jahre verfolgten Weg konsequent fort. So ist \"Megabite\" das wohl härteste Werk in der Geschichte von A SPLIT SECOND geworden. Knallharte Rhythmen und schroffe Gitarrensamples fusionieren dabei mit Micks düster-rauher Stimme zu einer Art Cyber-Industrial-Punk.

Von den einst hymnenhaft-massenkompatiblen Melodien fehlt beinahe jegliche Spur, und genau das könnte zum Problem dieses Albums werden. Strukturell von einer abschreckenden Destruktivität durchdrungen, dürften die Tracks nur wenige offene Ohren finden. Letztendlich scheint einfach die Griffigkeit der nicht selten planlos oder unfertig erscheinenden Arrangements zu fehlen, was ja nicht zum ersten Mal an den Belgiern bemängelt werden würde.
Fazit: Crossover-Elektronik für nervenstarke Fans und Sozialpädagogen!



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