BEWERTEN
 

Flying Saucer Attack

»Further«

[Domino / RTD / VÖ: 21.10.2006 ]

Text: Autor unbekannt

Heute kann man schon ein wenig über H.G. Wells' SF-Klassiker \"Krieg der Welten\" lächeln, haben die Pilzfresser und Krautrock-Gurus der 70er uns doch gezeigt, daß der Weltraum und alles, was darin so rumexistiert, sehr amüsante Sachen sein können. Und auch wenn man AMON DÜÜL, FAUST oder CLUSTER nicht kennt - macht nix, Hauptsache, man kann das Wörtchen 'Space' noch irgendwie buchstabieren. Das bedeutet bei FLYING SAUCER ATTACK allerdings auch eine ordentliche Portion Gitarren-Noise, weißes Rauschen und mächtig viel Krrrrs, Plings und sonisches Gefiepe. Daher auch der nicht ganz abwegige Vergleich mit MY BLOODY VALENTINE.
Das Duo aus Bristol schickt auf seinem nunmehr dritten Album die Gitarrentöne auf einen echten Trip, schleust sie ein paarmal durch Delays, Verzerrer und Loops, und heraus kommen weit angelegte Soundteppiche, die so auch von SEEFEEL oder SLOWDIVE stammen könnten.

Drüber ist dann noch der etwas nuschelig singende David Pearce zu hören, manchmal verfeinert durch eine feine Akustik-Gitarre - fertig ist der perfekte Freakout-Soundtrack. Die Welt als eine einzige langsam kreisende Warteschleife. Kulturkritische Nörgler könnten jetzt behaupten, das Ganze sei irgendwie indifferent, aussagelos und überhaupt künstlerisch ganz schön retro. \"Was kümmert's mich\", spricht da der kosmische Geist und zündet sich den nächsten Joint an. Und die Aliens sagen \"Du\" zu Dir.



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