BEWERTEN
 

Pale

»Swear Jar«

[Soda Rec. / EFA]

Text: Autor unbekannt

Wenn junge Bands aus deutschen Landen ohne umgehende \"D\"-Etikettierung angemessene Beachtung finden wollen, dann sollten sie aus dem Holz von PALE sein. Nicht, daß die vier \"sympathisch undeutsch\" klingen würden, nein, man hört ihnen geradezu die Besessenheit und den Willen an ihrem Schaffen an. Und das ist letztendlich trotz spieltechnischer Unfertigkeiten essentieller als ein klischeehaft und trendy durchgestyltes Erscheinungsbild und teure Studioaufnahmen. Die Authentizität und Emotionalität ihrer Songs wird gleich beim ersten Hören deutlich und läßt somit auch keinesfalls die hörbar fehlende Reife vermissen. Stilistisch im Fahrwasser anglo-amerikanischer Songwriter-Gitarrenrockbands zwischen BUFFALO TOM, SUGAR und PEARL JAM anzusiedeln, werden sie aber nie zu deren Abziehbildern.

Melancholie rinnt aus allen Songdetails, trifft auf erstklassige Harmonielehren und findet sich in den emotionalen Zeitlos-Arrangements spätestens bei den klassisch angelegten Hooklines und Refrains mit der selben alleinigen Absicht: dem Song!



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aus Intro #24 (Mai 1995)
 
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