BEWERTEN
 

Pop Will It Itself

»Two Fingers My Friends«

[Infectous Rec. / RTD]

Text: Autor unbekannt

Remix-EPs sind ja okay, aber warum gleich eine Doppel-CD mit Material, das eh nicht so alt ist? Ganz einfach: Weil es riesig viel geile Freakout-Grooves wegzuhören gibt. Weil Remix-Beiträge von so ziemlich allen progressiven britischen Projekten im Grenzbereich von Gitarre, Tribal Techno, Ethno, Dub und HipHop drauf sind. Und natürlich, weil POP WILL EAT ITSELF es verdient haben.
Zu hören gibt's hauptsächlich Material des letzten PWEI-Albums \"Dos Dedos Mi Amigos\". Interessant, daß viele der Namen auch im Zusammenhang der \"Taking Liberties\"-Compilation (siehe INTRO 03/95) auftauchen; die britische Szene formiert sich scheinbar massiv gegen die repressive Regierungspolitik.

Künstler wie JIM FOETUS, THE ORB, FUN-DA-MENTAL oder THE DRUM CLUB legen ihre Hand an die Songs und drücken jedem ihre eigene persönliche Note auf. KILLING JOKE-Bassist YOUTH ist gleich mit zwei Versionen von \"Everything's Cool\" vertreten, TRANSGLOBAL UNDERGROUND bringen eine Tribal-Version von \"Cape Connection\" und sogar die deutschen KRUPPS dürfen sich an \"Ich Bin Ein Ausländer\" versuchen. Richtig mächtig groovt es dann, wenn JAH WOBBEL sich \"Familius Horribilus\" vornimmt und die sowieso schon fetten Bassloops noch potenziert. Muß ich noch sagen, daß auch RENEGADE SOUNDWAVE mit einem Mix von \"Underbelly\" vertreten sind oder daß man bei den haufenweise vorhandenen Chill-Out-Tracks regelrecht wegfliegt? Nein? Dann reinhören, kaufen und abheben!



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aus Intro #23 (April 1995)
 
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