BEWERTEN
 

Seefeel

»Succour«

[Warp / RTD / VÖ: 20.03.1995 ]

Text: Autor unbekannt

Guten Tag! Ein Gruß aus dem Weltraum ... Für die, die dabei waren, war das kurze Gastspiel der Briten vergangenen Sommer einer der \"Konzert\"-Höhepunkte des Jahres. Um so mehr mußte man eigentlich von der im Herbst erschienenen \"Fracture/Tied\"-EP enttäuscht sein, auf der der (einzige) Schwerpunkt auf den Rhythmus gelegt worden war, und das nicht in -wie etwa auf \"Quique\" - manchmal beinahe schon grooviger Form, sondern mit harten, beinahe dreckigen Beats. So ist die größte Leistung von \"Succour\", zwischen diesen Polen auf perfekte Weise die Brücke zu schlagen, so daß neben atmosphärischen Stücken wie \"Meol\", der Zeitloopenaufnahme \"Extract\" und Zwischenlösungen wie den Überwerken \"Vex\" oder \"When Face Was Face\" (dieser Baß!) eben auch \"Fracture\" stehen und wirken kann.

In dieser Hinsicht ist auch die Dramaturgie, so man von einer solchen sprechen kann, diesmal sehr gelungen. Eine umfassende Bestandsaufnahme der bisher verfolgten Entwicklungen also, zumal einem viele Sounds, ebenso wie die himmelhohen Gesangslinien, bereits auf den bisherigen Werken begegnet sind. Bei denen man auch in nüchternem Zustand und Zimmertemperatur schon in andere Dimensionen gebeamt werden kann. Und das, wohlgemerkt, von einer B A N D, die in der klassischen Baß-Gitarre-Schlagzeug-Besetzung auftritt und die Benutzung von Samples weitestgehend auf die Studiotätigkeiten beschränkt. Chapeau!



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