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KAM

»Made In America«

[east/west / VÖ: 16.02.1995 ]

Text: Autor unbekannt

\"O.G.'s run the pen. B.G.'s run the hood\" - so gesehen ist KAMs zweites Album nicht nur voll feinstem Funk-Verständnis, sondern auch eine Gangster-Rap-Scheibe. Sein Nachfolgealbum zu dem damals noch vertrauensvoll rein ICE CUBE-produzierten Debüt \"Neva Again\" ist nicht nur ein wichtiger selbstemanzipatorischer Schritt in die richtige Richtung, - es ist auch eine subliminalere Variante, die Ideologien der NATION OF ISLAM an den Mann bzw. die Frau zu bringen. Als Muslim aus dem L.A.-Stadtteil Watts erzählt KAM Erfahrungen und Erlebnisse von der Straße, die erst in zweiter Linie zur (geistigen) schwarzen Revolution auffordern.

In erster Linie ist der Mann glaubwürdig \"street\", verfügt über eine angenehm-unaufdringliche, aber dennoch klare Rap-Stimme und legt diese über maßgeschneiderte Produktionen seiner East-Side-Kollegen Warren G., Battle Cat, DJ Quik, Cold 187um und Jess Willard. \"Made In Amerika\" trägt eine eigene Handschrift, und die Zappesquen/ROGER-Vocoder-Stimmen ziehen sich wie ein roter Faden durch fast alle Tracks. Phunky-smooth, chillende Gangster-Hymnen wie \"Way Of Life\", das nett MARVIN GAYE-reminiszierende \"Pull Ya Hoe Card\" oder das friedensstiftend, relaxte G-Funk-reitende \"Keep Tha Peace\", - KAM nutzt nur noch die feinsten Samplequellen von BOOTSY bis ZAPP, um einen 100%igen Nährboden für seine Pro-Black-Message zu erhalten. Und während die Baby-Gee's weiter die Hoods regieren, schreibt KAM weiter Lyrics \"waikin' black people up over gangster-beats\"!



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