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Drugstore

»Same«

[Metronome]

Text: Autor unbekannt

\"The only person I can trust is God - and now I found out that the fucker doesn't exist\", meinte DRUGSTORE-Sängerin Isabel Monteiro (ja ja, Brasilien) bei einem ansonsten unverfänglichen Live-Act in Köln. Das umschreibt recht treffend ihren seltsamen Humor, der sich auch in Songs wie \"Super Glider\", \"Baby Astrolab\" oder \"Nectarine\" äußert und in \"Favourite Sinner\" letztlich in Spekulationen über die Möglichkeiten der Gottestötung gipfelt. Ein wenig abgefahren auch die Musik: Zu einem Soundteppich, der ziemlich genau zwischen VU und JESUS & MARY CHAIN liegt, singt Isabel simple 50s Rock'n'Roll-Melodien und zerdehnt dabei genüßlich die Silben zu einem klagenden, irgendwie faszinierenden Vokalbrei, der letztlich mehr Bedeutung verheißt als offenbart.

Das klingt dann so, als habe Hope Sandoval Gesangsunterricht genommen. Aber: Endlich mal eine englische Band, die nicht typisch englisch (= wie BLUR) klingt. Gewöhnungsbedürftig ist die Tatsache, daß bei ca. 60% der Titel das Schlagzeug - obwohl man es erwartet hätte - einfach weggelassen wird. Zum Glück lauert überall ein irritierendes Feedback, was davon ablenkt. Die Stücke ähneln sich aufgrund des vorherrschend betont zeitlupenartigen Tempos und Aufbaus. Das ist aber nicht unbedingt ein Nachteil, denn zum einen sind sie nicht schlecht und zum anderen bilden sie so eine prima Basis für die herausragenderen Kompositionen.



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aus Intro #23 (April 1995)
 
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