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Kong

»Push Comes To Shove«

[Dreamtime / RTD / VÖ: 27.02.1995 ]

Text: Autor unbekannt

Ich habe gewartet und gewartet. Vor über einem Jahr bekam ich ein Vorab-Tape mit drei Stücken der angekündigten neuen KONG-CD. Damals war ich gar erquickend aufgestachelt ob der wunderbaren Happen, die mir den Schmalz in den Ohren flüssig machten. Und ich wartete ... Heute, da die Scheibe nun endgültig den Weg in die Öffentlichkeit gefunden hat, habe ich ein bißchen vergessen, worauf ich gewartet habe. Es ist in der Musikwelt sehr viel passiert, was das Material dieses zweiten Longplayers des niederländischen Instrumental-Vierers merkwürdig distanziert erscheinen läßt. Die Konstrukte, die live bekanntermaßen quadrophonisch (4 Bühnen) dargeboten werden, dehnen sich noch mehr als auf dem Erstling \"Phlegm\" in den \"unendlichen Weiten\" des Sample-Universums aus, die Musiker stellen sich mit aller Gewalt der Gewalt der Quantisierung (der Gewalt der Gewalt der ...).

Da kommt natürlich die Härte, das Industrial-Brett (auch mal wohltuend), zu kurz. Zeit bleibt für Details (wie tonale Anpassung der Band an Samples in \"Arabloop\"), Kulisse (Karl Mays Indianergesänge - garantiert vom Hörspiel geklaut - in \"Perculator\") und Steigerungen in Kaugummi-artigen Arrangements (\"New\"), fast will schon - man möge mich an meinen wirren Gehirnbahnen erhängen - ein wenig Ambient der Platte entweichen. Aufgehalten werden derlei Eindimensionalitäten freilich von den verqueren Taktverkürz/längerungen (\"Herk\"). Vor einem halben Jahr und vor unzähligen Hammer-VÖs im harten Lager (will sagen KILLING JOKE oder NINE INCH NAILS) hätten sie einen Spektakel-Platz sicher gehabt. Schade, finde ich.



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