BEWERTEN
 

Amber Street

»Broad New Gardens«

[Königshaus]

Text: Autor unbekannt

Grunge ist nicht erst seit Cobains Ableben tot. PEARL JAM avancierten längst zur zeitlosen Rockband, aber das scheint weiterhin nur über musikalische Anleihen der 60er und 70er Jahre-Strömungen möglich. Die Schwaben von AMBER STREET geben als primäre Einflüsse also gleich JIMI HENDRIX, JIMMY PAGE und SID VICIOUS an, deren Vermächtnis sowieso unmöglich zu einem einzigen Musikstil zu verflechten wäre, viel zu vielschichtig war ihre Kreativität und revolutionär ihre Herangehensweise. Ebenso gestaltet sich die Debüt-CD der vier Männer aus Stuttgart. Was mit Post-Grunge beginnt, wird zu retrospektiven 70ies-Klängen und schließlich zu sensiblen Balladen mit großzügigen und reifen Arrangements, ohne Pathos oder reines Epigonentum.

Origineller als die BLACK CROWES und weitaus abwechslungsreicher als die meisten internationalen Kollegen im sogenannten Alternative-Rock. Clevere Schwaben katapultieren sich in die vorderen Ränge von Combos mit zeitgemäßen Rockschemata im unkonventionellen Gewand.



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aus Intro #22 (März 1995)
 
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