BEWERTEN
 

Melissa Lou

»Home«

[Normal / Indigo]

Text: Autor unbekannt

MELISSA LOU aus San Diego legt mit dem bezeichnenden Titel \"Home\" ihre erste Solo-Platte vor. Eine Berliner Phase und eine eher unglückliche Episode als Sängerin der Gruppe POEMS FOR LAILA hinter sich lassend, zog sie nach New York, um dort, wo sie wohl ein solches gefunden hat, \"Home\" einzuspielen. Die Songs sind sehr persönlich, was insbesondere auf dem größtenteils in deutsch vorgetragenen \"Coffee Song\" deutlich wird. Die Platte beginnt recht vielversprechend mit weichen, poppigen Songs, von denen besonders \"Dahlia\" und \"Mother\" gefallen wollen. Die Arrangements sind vorwiegend akustisch, angereichert mit einem schönen Cello. LOUs Stimme ist angenehm, ihre Phrasierung sauber, die Produktion transparent.

Aber, wie oben Umschriebenes ahnen läßt, ist die Sache ein wenig steril. Zudem scheinen MELISSA mit zunehmender Spieldauer die Ideen auszugehen. Die Musik wird vorhersehbar, anämisch und letztlich langweilig - bis besagter \"Coffee Song\" das sinkende Schiff gerade noch vor dem Absaufen rettet. Alles in allem ist \"Home\" recht nett.



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