BEWERTEN
 

Slick Rick

»Behind Bars«

[Def Jam / Phonogram / VÖ: 23.04.2002 ]

Text: Autor unbekannt

Knastbruder SLICK-RICK, aka Ricky Walters, überrascht immer wieder. Selbst hinter schwedischen Gardinen bewahrt er seinen etwas eigenen, manchmal derben Humor, den er mit seinem Sing-A-Long-Style innerhalb von kleinen Anekdoten stets very charming vorzutragen weiß. Der Grundschliff für \"Behind Bars\" stammt bereits aus dem Jahre 1991, kurz vor seinem Haftantritt. Die HipHop-Nation erwies sich für ihn als Solidargemeinschaft. Produzenten wie PETE ROCK, WARREN G und LARGE PROFESSOR wurden für \"Behind Bars\" involviert. Diese großen Namen bewiesen einiges Fingerspitzengefühl und schnitten ihre Arbeit gekonnnt auf SLICK RICKs Art und Weise des Rappens zu.

So ist \"Behind Bars\" im wesentlichen ein persönliches SLICK RICK-Album geworden, das seine Entertainer-Qualitäten hervorzuheben vermag und sich nicht in aktuelle Stile einfügt. Er fühlt sich in verschiedene Rollen ein, in denen er Lebensumstände in persönlichen Geschichten erfaßt (Seine Ragga-Wurzeln lebt SLICK mit \"A Love That's True\" aus, das von der vergeblichen Suche nach der \"passenden\" Frau, der wahren Liebe erzählt). Musikalisch arbeitet er mit leichtfüßigen Beats, die zuweilen zwar etwas antiquiert klingen, was sie aber gleichzeitig interessant macht. Vielleicht könnte man SLICK RICK, der gerade heute einen farbigen Klecks im HipHop hinterläßt, als lebendes Brückenglied beschreiben, das Tendenzen zu festgefahrenen Strukturen verhindern könnte.



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