BEWERTEN
 

Thin White Rope

»Spoor«

[Rough Trade Imports / VÖ: 05.09.2002 ]

Text: Autor unbekannt

Die vorliegende Kompilation ist der Nachruf auf THIN WHITE ROPE. Eine Gruppe, die jenes surreale, ausgedörrte, windpfeifige Terrain beackerte, auf welchem sich heutzutage beispielsweise GIANT SAND erfolgreich tummeln. Verzerrte, hallige Schrammelgitarren, trockene Polterbeats und eine sehnsuchtsvoll vibrierende, klagende Stimme schaffen Atmosphären, denen es nachzutrauern lohnt. Wenngleich sich stets ein fader Beigeschmack einstellt, wenn es posthumes Material zu begutachten gibt, muß in diesem Falle doch attestiert werden, daß es sich um ein liebevolles, löbliches Unterfangen handelt. Nicht bloß zusammengetragener Schund wird hier vermarktet, sondern gesuchte Kleinode: Nichtveröffentlichte Stücke, Live-Tracks, Demos, Instrumentals und besonders witzige Cover-Versionen lassen nicht nur den eingeweihten ROPE-Jünger schmunzeln - z.

B. das mit Walzereinlagen versehene \"Some Velvet Morning\" von LEE HAZELWOOD, \"Burn the Flames\", eine Zombie-Hymne von ROKY ERIKSON oder \"Here She Comes\" von VU, besser als die NIRVANA-Version auf \"15 Minutes\". Das ist schon toll. Wenn es nicht eigentlich schon zu spät wäre, könnte man mit dieser Platte THIN WHITE ROPE entdecken. Immerhin: JOHN VON VELDT tourt im April/Mai mit LARRY BARRET.



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