BEWERTEN
 

John Cunningham

»Bringing In The Blue«

Text: Autor unbekannt

Es

hat selten eine Platte mit einem treffenderen Titel gegeben. Die Songs auf \"Blue\" triefen nämlich geradezu vor morbider Melancholie. Zeitlupenartig entwickeln sich die ruhigen Songstrukturen CUNNINGHAMs, die in den besten Momenten an die BEATLES, MICHAEL PENN oder CROWDED HOUSE erinnern. Letzteres übrigens wegen des eifrigen Einsatzes eines Mellotrons, das besonders die ersten Stücke \"Paradise Chosen\" und \"Release\" mit samtener Schwere überzieht. Die Platte beginnt langsam und wird immer langsamer, bis irgendwann auch die Rhythmusgruppe wegbleibt. Life according to Slow Motion. Zum Schluß geht's dann zwar wieder bergauf, aber letztlich ist der Schlußgag das Aufschlußreichste überhaupt: Nachdem das letzte Stück schon längst verklungen ist, meint jemand: \"Funny how time - doesn't fly.\" Wie wahr.



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