BEWERTEN
 

Monster Magnet

»Dopes To Infinity«

[Polydor / VÖ: 06.02.1995 ]

Text: Autor unbekannt

Wenn ich die Berichte und Reviews zu MONSTER MAGNET und ihren bisherigen Veröffentlichungen vor meinem inneren Auge Revue passieren lasse, so muß ich zugeben, daß ich die musikalischen Ergüsse der Band um \"Obermonster\" David Wyndorf immer für reichlich überbewertet gehalten habe. Klar, gibt man sich dem Rauch der grünen Pflanze hin, so übt ihre Musik natürlich eine gewisse hypnotische Wirkung aus. Das passiert aber mitunter auch bei Musik von anderen Bands und ist nicht unbedingt auf selbige zurückzuführen. Also doch nur ein \"satanic PR-thing, you wouldn't understand\" ...?
Vor allem live haben mich MONSTER MAGNET bisher maßlos enttäuscht, was aber sicher auf die Tatsache zurückzuführen ist, daß ich sie leider immer auf großen Festivals erlebt habe und nicht in kleinen Clubs.

Um so erfreuter war ich von ihrem neuesten Werk. Auf \"Dopes To Infinity\" ist zum ersten Mal ihr musikalisches Konzept aufgegangen. Die neuen Songs sind vom Arrangement her richtig auf den Punkt gebracht. Zwar gab es auch schon auf dem Vorgänger \"Superjudge\" gute Ansätze, deren Früchte sind aber erst jetzt reif. Bereits der gleichnamige Opener zu \"Dopes To Infinity\" setzt die nötigen Akzente und zeigt, wo es auf dieser Platte langgeht. Nachvollziehbare Hooks und stampfende, fette Grooves bringen MONSTER MAGNET zu dem Standard, der ihnen bislang schon nachgesagt wurde. Auf dieser Platte gibt es keine Füllstücke, sondern Highlights wie \"Negasonic Teenage Warhead\", \"King Of Mars\" oder das Titelstück, welche auch mich auf die Seite der Überzeugten wechseln lassen. MONSTER MAGNET sind vom Zauberlehrling zum Meister aufgestiegen!



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