BEWERTEN
 

Space Streakings

»7-Toku«

[Skin Graft / EFA / VÖ: 11.09.2007 ]

Text: Autor unbekannt

\"Was sind das bloß für Menschen, die solch bizarren Artcore fabrizieren?\" fragte ich mich unentwegt kopfschüttelnd und totlachend zugleich, als ich mir erstmals diesen Tonträger zu Gemüte führte. Tobendes Gebolze, uninspirierte Klangkörpergeräusche und koordinationslose Grunzlaute warfen sich mir mit aller erdenklichen Gewalt gegen die Ohren. Dabei schaffen diese arg verstörten Japaner (aha!) das wohl einzigartige Kunststück, über die gesamte Albumdistanz nicht eine einzige halbwegs erkennbare Melodie durchzuhalten, ohne unter der magischen Grenze von 33 Breaks pro Minute zu bleiben. Vertracktere Songs habe ich nie zuvor vernommen, aber die 100%ige Strukturlosigkeit und dennoch irgendwie gelungene Produktion eines danach sicherlich urlaubsreifen Steve Albini imponiert mir doch sehr.

Eines der Glanzlichter ist zweifellos die gelungene Fusion allerlei dezenter Samples japanischer Rundfunktakes namens \"Zurineta\" und das ob seiner chaotischen Virtuosität selbst MR. BUNGLE und PRIMUS erblassen lassende \"Houkago Seikan Aesthe\".
Fazit: Egal ob dieses Quartett aufgrund seiner scheinbar dilettantischen Fähigkeiten schnell unterschätzt werden dürfte, offenbart sich auf \"7-Toku\" ein knapp 40minütiger ekstatisch zuckender Psychatrietrip ohne gleichen. Vollkommen durchgeknallt, diese Herren!



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