BEWERTEN
 

Nösferätu

»The Prophecy«

[Possession Rec. / EFA]

Text: Autor unbekannt

Die achtziger Jahre sind auch in den Neunzigern nicht kleinzukriegen, selbst wenn die Schar der aktuellen New Wave-Vertreter diesbezüglich deutlich an Stellenwert verloren hat. Ein Beispiel hierfür ist NÖSFERÄTU! Mit dem gleichnamigen Vampir-Film haben sie wenig gemeinsam, auch wenn ihr Bassist mit Vornamen Vlad heißt (Namensvetter Vlad Tepes war nicht nur der Sohn des Fürsten Vlad Dracul, er ließ seine Gegner auch noch per Pfählung ermorden). Die Geschichte des Vlad Tepes liest sich übrigens interessanter, als sich \"The Prophecy\" anhört. Die gitarrenorientierte Musik von NÖSFERÄTU ist melodisch zwar ganz nett, mehr aber auch nicht. Als Hintergrundmusik kann man sie sicherlich durchgehen lassen, zu welchem Vordergund aber wählt man einen solchen Hintergrund? \"The Prophecy\" ist ein düster angehauchtes Wave-Album ohne wirklichen Höhepunkt.

Hatten die achtziger Jahre den Vorteil, einfach stattzufinden und Vorbilder in großem Umfang zu \"produzieren\", so hinken die Neunziger dieser Charakteristik immer wieder deutlich hinterher.



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aus Intro #20 (Dezember 1994 / Januar 1995)
 
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