BEWERTEN
 

Patty Galore

»Phoenix«

[WEA]

Text: Autor unbekannt

CHINCHILLA GREEN war eine Band, die Hoffnung machte. Hoffnung, daß es in Deutschland Popmusik geben kann, die dem Begriff \"Pop\" wirklich entspricht. Zwei Longplays veröffentlichte das deutsch-kanadische Quartett mit Sitz in Berlin bis 1992, dann hatte Frontfrau und Sängerin PATTY GALORE trotz längst nicht erschöpfter Ressourcen der Band keine Lust mehr auf die soften Synthie-Melodien, die CHINCHILLA GREEN ausmachten. Mit Rock'n'Roll im Gepäck zog sie kurzentschlossen nach London, wo sie mit Produzenten und Musikern aus dem SIOUXSIE AND THE BANSHEES-Umfeld ein eigenes Album einspielte. Dieses \"Phoenix\" (nicht das in Arizona, sondern der aus der Asche) betitelte Werk mag CHINCHILLA-Fans nun trübe stimmen.

Pattys markante Stimme wirkt in den überladenen Arrangements, die unentschlossen zwischen Pomp und Hemdsärmeligkeit pendeln, ziemlich deplaziert und reizlos. Fazit: Patty Galore ohne CHINCHILLA GREEN bleibt ein bedeutungsloses Gesicht in der Menge ungezählter Singer/Songwriterinnen.



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