BEWERTEN
 

Portishead

»Dummy«

[Metronome / VÖ: 29.09.2003 ]

Text: Autor unbekannt

\"Give me a reason ... to love you ... just wanna be a womaaan ... dudududuu.\" Es regnet. Natürlich regnet's, wir ham ja schließlich Herbst. Ich ziehe die Decke noch ein Stück höher und verschiebe das Aufstehen auf morgen. Der Genuß einer heilenden Kräutermischung versetzt mich in wohlige Stimmung. Und dann noch diese unglaubliche CD, die da im Player rotiert. PORTISHEAD heißt die Band und sie tut unheimlich gut. PORTISHEAD besteht aus einer Sängerin namens Beth Gibbons, 23, und daß dies ihr erster Job als Vokalistin ist, merkt man keine Spur. Sehr relaxter, souliger Gesang mit SINEAD O'CONNOR-wenn-se-gut-is-Intensität. \"Sie erfüllt ihren Job wie eine Diva\", sagt der Pressetext und ich unterschreibe ihn gerade.

Den musikalischen Teil bestreitet Geoff Barrow, auch erst 22 und Soundtüftler aus Berufung. Er arbeitet an einer perfekten Verschmelzung von HipHop und Jazz, mit Samples und abgefahrenen Sounds, das mixt er mit Filmsoundtrack-Grusel sowie 70s-Disco, unterlegt mit langsamen, trockenen House-Beats und ultralahmen Techno-Grooves, \"morbiden\" Jazz-Hooks und mehr. Klasse.
Superwarmherzige Musik für eine kalte Jahreszeit, die mich noch mehr von trägen House-Beats mit Soul-Gesang überzeugt. Die Band kommt aus 'nem Kaff in Südengland (Portishead), und ihre Debütscheibe ist in Good Old England einhellig begeistert aufgenommen und lobkübelweise überschüttet worden. Ich weiß jetzt, wieso.



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