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The Palace Brothers

»An Arrow Through The Bitch - EP«

[RUG Rec. / RTD]

Text: Autor unbekannt

Das Debüt 'There's No-One What Will Take Care Of You' der PALACE BROTHERS aus der amerikanischen Whiskey-Metropole Louisville (Kentucky) war hauptsächlich von Country- und Folk-Einflüssen geprägt. Daran hat sich trotz der Blues-lastigeren Songparts wenig geändert. Will Oldham und Brian McMahan spielen noch immer Stücke über das längst verwesende, schleichend verrottende Amerika. Ihre Lyrics sind dabei weder subjektiv noch politisch, sondern durch ihre einfache Struktur poetisch. Erneut ist bei jedem Track der Vier-Stücke-EP das Tempo soweit reduziert worden, daß jeder Ton wie zu lange überlegt wirkt. Solch eine Aufforderung zum eindringlicheren Zuhören schafft die nötige Nähe.

Konzentriert und wachsam läßt man sich einspinnen in ihre fast zum Stillstand gekommene Welt. Die zusätzliche Intensität gelingt den PALACE BROTHERS durch plötzliche Gefühlsausbrüche und -wallungen wie bei 'Stable Will', wenn Oldham unverhofft wie ein wild gewordener Cowboy jubiliert, während er sich zuvor noch in Säufer-Oden suhlte. Gleiches wiederfährt einem mit 'Horses', ohne Vorwarnung klettert die Geschwindigkeit der einzelnen Akkorde in den Normalbereich und Will verkündet lautstark: 'Everybody needs an angel. There's a devil on the side.' Die so komponierten Spannungsfelder zwischen gewohnten und anstrengenden Impressionen kann nur ein wirklich großer Musiker so kreieren.



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aus Intro #16 (August 1994)
 
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